Die Rheinstrecken
Nachdem auf der Hauptseite über die Glantalbahn, die Bachbahn und die Lautertalbahn berichtet und verschiedene Aspekte von Stilllegungen dieser Strecken und Studien zur Wiederaufnahme des Betriebes beleuchtet wurden, sollen hier einige interessante Strecken der Deutschen Bahn näher betrachtet werden, die voll in Betrieb sind.
Die interessantesten und attraktivsten Stecken sind zweifelsfrei die Linke und die Rechte Rheinstrecke. Die Linke Rheinstrecke führt vom Kölner Hauptbahnhof über die Stationen Bonn, Koblenz sowie Bingen bis zur rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz entlang des Mittelrheins. Sie ist zweifellos eine der romantischsten Eisenbahnlinien in Deutschland, führt sie doch durch die Welterbe Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal. Die gesamte Strecke ist zweigleisig angelegt und elektrifiziert. Im Abschnitt zwischen Bingen und Koblenz folgt sie den mäandernden Kurven des Rheins. Hier können nur deutlich geringere Geschwindigkeiten gefahren werden und und bedingt durch immer höhere Verkehrsaufkommen wirkt sie hier wie der Hals einer Sanduhr.
Die Rechte Rheinstrecke führt von Wiesbaden über Rüdesheim, Koblenz-Ehrenbreitstein und Bonn-Beuel nach Troisdorf und von hieraus nach Köln, wobei der letztgenannte Abschnitt der Rechten Rheinstrecke nicht zugerechnet wird. Obwohl sie nicht durch Rheinland-Pfalz führt, soll sie hier dennoch betrachtet werden, da sie quasi die Zwillingsschwester der entlang des gegenüber liegenden Ufers verlaufenden Linken Rheinstrecke ist. Die Stecke ist ebenfalls zweigleisig und elektifiziert. In Niederlahnstein und Neuwied kann zur linken Rheinstrecke gewechselt werden, um bei Bedarf den Koblenzer Hauptbahnhof anzufahren. Zwischen Rüdesheim und Lahnstein müssen zwei Tunnel durchquert werden, deren bekanntester der Loreleytunnel in der Nähe von St. Goarshausen ist. Bis 2016 soll die gesamte Trasse im Bereich von Rüdesheim durch einen Tunnel unter der Berggruppe Niederwald geführt werden, wofür beträchtliche Investitionen notwendig sind.